Was Eltern beschäftigt:
Weil sie nicht im Kindergarten spricht geht Carla seit 1 1/2 Jahren zur Logopädin. In sechs Wochen beginnt in Bremen die Schule und wir sind in Panik, denn sie spricht noch immer nicht. Durch Recherchen im Internet erfahren wir erst jetzt, dass selektiver Mutismus psychisch bedingt ist, davon hat die Therapeutin nie gesprochen. Wir sind wütend und wissen nicht was wir tun sollen. Was löst Mutismus aus?
"Sie wird bald sprechen." sagt die Heilpädagogin seit über einem Jahr. Sophie spricht nicht in der Schule. Anfangs hat sie noch mit dem Opa gesprochen jetzt hat sie aufgehört mit Opa und Oma zu sprechen. Sie verständigt sich nur mimisch-gestisch und dies schon so lange. In der letzten Therapiesitzung mit Sophie sprach die Therapeutin davon, dass die Familie systemisch begleitet werden soll. Was bedeutet systemisch und warum rät sie uns erst jetzt dazu?
Unsere Tochter 11 Jahre, spricht in der Schule nicht. Sie ist in Spanien geboren und bis zu Ihrem 3. Lebensjahr wurde nur spanisch gesprochen. Sie spricht jetzt gut deutsch, allerdings spricht mein Mann kaum deutsch. Wir sprechen in der Familie deutsch und spanisch. Ist der Mutismus durch unsere Zweisprachigkeit entstanden?
Laura, 6 Jahre, spricht im Kindergarten nicht. Die Diagnose Mutismus wurde vor zwei Jahren gestellt. Sie erhält seit 2 Jahren Ergo, die aber nicht wirklich etwas genutzt hat. Die Ergotherapie haben wir abgebrochen. Was sollen wir tun? Die Schule naht und wir wissen nicht weiter.
Kevin, 4 Jahre, ist verhaltensauffällig. Er spricht im Kindergarten nicht. Daheim zeigt er eine große Eifersucht auf das Baby (8 Monate), er provoziert uns und dazu gehört, dass er u.a. mit dem Essen spielt. Wir waren schon in der Beratungsstelle, die Tipps haben eine minimale Verbesserung ergeben. Wir können bald nicht mehr.
Lisa-Marie, unsere Tochter, wird 9 Jahre und wir machen uns große Sorgen um die weitere Entwicklung. Schon im Kindergarten wurde der Verdacht "Mutismus" geäußert. Sie erhielt Frühförderung, Logopädie und Ergotherapie. Seit zwei Jahren ist sie bei einer Heilpraktikerin in Therapie, aber die Situation verbessert sich nicht. Lisa-Marie ist ein übervorsichtiges Kind, so hat sie radfahren erst mit 6 Jahren gelernt. Aufgefallen ist sie uns schon als Baby, das sie anders ist. Sie hat viel geweint, als einjähriges Kind hielt sie den Stuhl so ein, dass nur noch Einläufe halfen. Schulisch kommt sie gut mit, aber ein Übertritt auf eine weiterführende Schule wird nicht möglich sein – oder?
Unser Sohn Marc, 7 Jahre, war eine Hausgeburt ohne Probleme, mit einem Jahr wurde er wegen einer Bluterkrankung operiert; er wurde von mir (Mutter) getrennt. Er schrie fürchterlich. Er geht noch in den Kindergarten, soll jetzt eingeschult werden. Marc spricht aber nicht im Kindergarten; wenn er angesprochen wird, verspannt er den ganzen Körper. Nachts näßt er noch ein und er hat jetzt einen Tic entwickelt – man darf seine Haut nicht sehen. Wir müssen ihm Kleidung kaufen, die so lange ist, dass er seine Hände verstecken kann. Frühförderung und Ergotherapie haben nicht zu einer Verbesserung geführt. Wir sehen, dass sich sein Verhalten verschlimmert. Werden seine Tics noch schlimmer werden? Kann er eingeschult werden?
Mia wiederholt gerade die 1. Klasse. Schon als Kleinkind fiel sie auf. Im Alter von 3-4 Jahren hat sie den Stuhl extrem eingehalten, dann hat sie eingekotet und dann begann das Schweigen. Inzwischen spricht sie mit einzelnen Personen und der Psychologin, aber uns geht es zu langsam. Jetzt haben wir gelesen, dass es noch schlimmer werden kann, immerhin geht das jetzt schon seit 3 Jahren so. Was raten Sie uns?
Klaus geht seit zwei Jahren in den Kindergarten, dort fällt er durch sein Schweigen und sein nicht altersgemäßes Spielen auf. Die Kinderärztin spricht von Mutismus und wir sollen zur Psychologin gehen. Morgen ist der Termin. Was sollen wir die Psychologin fragen? Wie erkennen wir, ob sie wirklich helfen kann?
Unsere neunjährige Tochter, spricht in der Schule nur "Ja/Nein". Mit den Großeltern spricht sie nicht. Mit den Freundinnen spricht sie spontan. Als sie 2 ½ Jahre alt war, hat sie über einen Zeitraum von ½ Jahr nachts viel geschrien; außerdem litt sie unter Bauchschmerzen und Verstopfung. Unsere Tochter geht seit 2 ½ Jahren zu einer Psychologin die macht Puppenspieltherapie mit ihr. Ich (Mutter) wurde in meiner Familie zum Schweigen genötigt. Ich habe den Eindruck die Therapie steckt fest, was raten Sie uns? Kann es sein, dass das Schweigen mit mir etwas zu tun hat, weil ich als Kind auch geschwiegen habe?
Wir machen uns große Sorgen über unsere Tochter Marie; sie ist 3 ½ Jahre. Schon als Baby machte sie keinen frohen Eindruck, aber seit sie in den Kindergarten geht, ist es ganz schlimm geworden. In der Kindergruppe spricht sie kein Wort. Kicherlaute äußert sie über ein Kuscheltier, man hört sie nie lachen. Jetzt kam es durch einen Infekt zu einer weiteren Verschlimmerung. Sie spricht jetzt auch nicht mehr mit Oma und Opa. Wenn sie Musik hört, erstarrt sie. Sie hat angefangen einzukoten und ist sehr aggressiv geworden. Die Kinderärztin rät noch etwas zu warten; wenn dann, sollen wir zur Familienberatung gehen. Können Sie uns sagen, ob sich das verbessern wird? Sollen wir wirklich noch warten?
Unser Sohn Felix geht seit 3 Jahren in den Kindergarten und jetzt ist er ein Vorschulkind. Schon immer hatte er Kontaktschwierigkeiten. Wir hatten den Verdacht, dass er nicht richtig hört, weil er nicht spricht, aber es ist alles o.K. Die Lebenshilfe in Gilching empfiehlt eine Heilpädagogin. Was halten Sie davon? Ich (Mutter) hatte große Angst um Felix, er wäre bei der Geburt beinahe gestorben. Kann es sein, dass er deswegen so ist?
Annabell ist mit 4 Jahren in den Kindergarten gekommen, hat dort ein Jahr nicht mitgespielt und gesprochen. Im zweiten Jahr hat sie angefangen etwas zu sprechen. Sie redet mit ihren 7 Jahren in Babysprache, wenn sie spricht. Manchmal schlüpft sie in eine andere Figur wie z.B. "Rabe Socke" oder "Räuber Hotzenplotz" um etwas zu erzählen. Daheim textet sie uns regelrecht zu. Der Schuleignungstest war eine Katastrophe. Laute Geräusche machen ihr Angst, sie kennt keinen Schmerz, sie unterdrückt Gefühle, erkennt keine Autorität an. Annabell soll in eine Förderschule eingeschult werden. Niemand konnte uns sagen was mit Anabell los ist, jetzt lesen wir im Internet von Mutismus. Kann ihr noch geholfen werden? Wenn ja, wie lange dauert so eine Therapie. Wir wollen nicht, dass sie in eine Förderschule geht. Sie bringt sich doch gerade selber lesen bei.
Peter, 5 Jahre. Der Kinderpsychologe sagt, wir sollen strenger sein. Das Schweigen beruhe auf Fehlern in der Erziehung. Mit uns spricht er ja, aber der Oma z.B. gibt er keine Antwort, vermeidet auch den Blickkontakt. Im Kindergarten ist er drastisch aufgefallen, dort hat er ¼ Jahr nicht gesprochen, dann etwas mehr, aber im Stuhlkreis spricht er heute noch nicht. Mit Erwachsenen spricht er sowieso nicht. Wir haben Haltetherapie nach Jacobsen gemacht; hat nichts gebracht. In der Klinik Murnau sagte man uns nur: "Er ist schüchtern." Der Psychologe meint wir sollen Peter teilstationär in die Klinik geben. Wir haben den Eindruck, er kommt nicht weiter. Was halten Sie von einem Klinikaufenthalt?
Unsere Tochter, 8 Jahre, hat diagnostizierten selektiven Mutismus. Sie erhält jetzt seit einem halben Jahr Ritalin. Wir sehen keine Verbesserung. Wie denken Sie über Ritalin? Sollen wir es weiterhin geben?
Verena, 13 Jahre, ist seit einem halben Jahr in der Klinik, weil sie nicht spricht. Sie möchte wieder nach Hause. Die Klinik sagt, die Therapie sei noch nicht abgeschlossen. Wir sehen aber, dass es unserer Tochter nicht gut geht. Was können wir tun? Gibt es eine Spezialklinik für Mutismus?